Kenjutsu

1 Jahr Vertragslaufzeit : 40.- / Monat
1/2 Jahr Vertragslaufzeit : 45.- /Monat
5er Karte : Einmalig 75.-

Schüler, Auszubildene und Studenten erhalten bei einem Vertrag einen Rabatt von 5.- monatlich.

Es fallen bei diesem Kurs insgesamt 6 Prüfungsgebühren an. (Nur bei bestandener Prüfung)
5. Kyu: 10 Euro, 4 Kyu: 15 Euro, 3 Kyu: 25 Euro, 2 Kyu: 35 Euro, 1 Kyu: 45 Euro, 1 DAN 60 Euro

Dienstags von 17:45-19:15h (Ab 4. September 2018)

Samstags von 12:45-14:15h

Sonntags von 14:15-15:45h

Take no sono, Bornheimer Straße 17A, 53111 Bonn

 

Unser Kenjutsu-Stil wird Jori no Kenkyu ryô (Schwertschule der Vernunft und des Körpergefühls) genannt.

Nach dem Prinzip „Wer drückt, verliert“, sind wir bemüht, unseren Gegner in Kontakt zu halten ohne übermäßigen Druck aufzubauen. Dies ermöglicht es einem Schwertkämpfer die Aktionen seines Gegenübers zu erspüren und schnell darauf zu reagieren. Durch intelligente Manipulation und geschicktes Ausnutzen des menschlichen Gelenkepotentials soll der Gegner überwältigt werden.

So kann jeder Schüler seine Fähigkeiten optimal stärken und ausbauen:

Die Beweglichkeit und Agilität wird ausgebaut, steife Gelenke werden wieder flexibel.

Das Körpergefühl wird gestärkt, wodurch man lernt in sich zu ruhen und seine Konzentration ganz dem Moment zu widmen.

Zurückhaltende Schüler bilden Kampfeswille, Standhaftigkeit und Durchhaltevermögen aus, impulsive und temperamentvolle „Draufgänger“ lernen ihr Feuer zu kontrollieren und gezielt zu nutzen.

 

Was ist Kenjutsu?

Das Kenjutsu entwickelte sich in der Kamakura-Epoche (1185-1333) parallel zum Aufstieg der Samurai-Kaste. In der Muromachi-Epoche (1336-1568) stand es dann in seiner Hochblüte.

Gegen Ende dieser Epoche gab es in Japan etwa 1700 verschiedene Fechtschulen.

Die Kenjutsu-Schulen unterschieden sich durch die verschiedenen Stellungen und Haltungen, die Meister der einzelnen ryô erfanden immer neue Techniken und Taktiken.

Erst später, in der friedvollen Tokugawa-Zeit (1600-1867), entwickelten sich die kultivierten Varianten dieser Kampfkünste, das Kendo bzw. Iaido. Hierbei traten mehr und mehr sportliche bzw. meditative (Stichwort: zen) Aspekte in den Vordergrund, der eigentliche Anwendungsaspekt hingegen zunehmend in den Hintergrund.

Unser Kenjutsu bleibt bei seiner ursprünglichen und damit realistischen Vielfalt an Bewegungen. Deswegen ist es dynamisch, sehr flexibel und spannend.

Im Kenjutsu sind die Übungs- und Wettkampfschwerter aus Holz (für das Sparring aus Latex). Die Holzschwerter (Bokken) stellen einen Kompromiss dar. Man kann damit gute Partnerarbeit leisten, das heißt soliden Kontakt und Kontaktdruck aufbauen aber die Verletzungsgefahr gering halten.

Als Lehrer kann man somit gefahrlos Schwachstellen und Fehlhaltungen der Schüler spürbar aufzeigen.

Ziel des Kenjutsu ist es, den Gegner durch geschickte Manipulation und überlegenes Gelenkepotential zu besiegen.

Zur Einordnung unserer Stilrichtung muss man wissen, dass sie eine der vielen Kashima-Schulen ist, genannt Jori no Kenkyu.

Die Übersetzung von „Jori no Kenkyu“ lautet: „(Schwertschule) der Vernunft und des Körpergefühls“. Intelligente Strategien und Bewegungsabläufe werden darin von einem hohen Maß an Körpergefühl begleitet. Körperbeherrschung und Achsenkontrolle sind die Grundlagen jeder effektiven und hochwertigen Schwertkampfkunst.

Kenjutsu ist also eine Kampfkunst, kein Wettkampfsport. Man übt dabei zu zweit, wobei Angreifer- und Verteidigerrolle ständig gewechselt werden. Im Sparring mit dem Latexschwert bestimmen Initiative und Persönlichkeit, wer welche Rolle einnimmt.

Das Konzept

Serien und Großkatas:

Unsere Standarttechniken sind in 6 Serien, mit jeweils 6 Katas(Formen), und 6 Großkatas aufgeteilt, die nach und nach in das Repertoire des Schülers aufgenommen werden. Dazu kommen noch eine Reihe individueller Techniken, die nach Bedarf der Schüler eingeführt werden. Außerdem haben die Schüler regelmäßig Gelegenheit ihre Fertigkeiten im Freikampf mit Latexschwertern unter Beweis zu stellen.

Konrollieren statt töten:

Es müssen nicht immer Köpfe rollen. Wahre Überlegenheit beweist man nicht, indem man seinen Gegner tötet. Wir möchten ihn besiegen, indem wir ihn kontrollieren und ihm Gelegeinheit geben aufzugeben. Sollte er seine Niederage nicht einsehen, kann er immer noch „sanktioniert“ werden. Darum enden alle Katas in einer Kontrolle.

Prüfungen:

Wer die 1. Serie und 1. Großkata genügend verstanden hat und die wichtigsten Themen die darin berabeitet werden beherrscht, ist bereit seine erste Prüfung abzulegen und den 5. Kyu zu erhalten. Für den 4. Kyu werden die 2. Serie und 2. Großkata benötigt. Zusätzlich muss der Stoff für den 5. Kyu verbessert werden. Dieses Prinzip setzt sich fort bis der Schüler für seine Dan-Prüfung bereit ist. Um sich den Grad eines Meisters zu verdienen, muss der Schüler eine Prüfung bestehen, die speziell auf ihn zugeschnitten ist.

 
 

Unterschiede

Kenjutsu unterscheidet sich stark von Kendo und Iaido. Unter Kenjutsu fallen alle Schwertkünste Japans. Lang überbrachte und auch weiterentwickelte Techniken und Übungsformen.

Beim Kendo sind nur noch wenige Angriffe und Formen zugelassen. Das Argument dafür ist die Rüstung. Für uns ist dies eine Fehlinterpretation der Ursprungsidee.

Iaido ist die Kunst „Des Schwertziehens und wieder Einführens“ und ist somit der zweite Teilaspekt des umfangreichen Ursprungs, dem Kenjutsu.

Daher sind Kendo und Iaido zwei spezialisierte und ritualisierte Teilaspekte des Kenjutsu, die mit einem realistischen und effektiven Kampfsystem nicht mehr viel zu tun haben.

Ständige Weiterentwicklung:

Ein weiteres Merkmal unserer Schule ist die ständige Weiterentwicklung der Techniken.

Anders als in vielen traditionellen Schulen des Karate, Kung Fu, Tea Kwon Do etc. wird das uns überlieferte Wissen nicht kritiklos hingenommen. Auch der weiseste Großmeister ist nur ein Mensch. Deshalb ist es durchaus Möglich, dass einige Techniken nicht ganz durchdacht und durchaus suboptimal sein können. Des Weiteren beeinflusst jede neue Generation an Schülern und Lehrern ganz (un)bewusst die Art der Bewegungsabläufe. So können sich Fehler und falsche Interpretationen oder Werte in Techniken einschleichen und eine Kampfkunst völlig unrealistisch werden lassen, obwohl die Grundidee völlig richtig war.

Um dies zu verhindern werden unsere Techniken von uns selbst immer wieder hinterfragt und Alternativen herangezogen, die einfacher, sicherer oder allgemein effektiver sind.

So wird also ein Schüler, der die Schule verlässt und nach einigen Jahren wiederkehrt eine Fülle von Änderungen feststellen. So bleibt unser Kenjutsu laufend interessant. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken.

 

Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

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